Entstehungsprozess

Wie ich arbeite

Seit den 1960er-Jahren hole ich den Gegenstand zurück in meine Kunst, um direkt auf die reale Welt zu reagieren. Mir ging es dabei nicht um oberflächliche Schönheit, sondern um eine modellhafte, zugespitzte Sicht auf das Leben. Alltägliche Motive wie Sportler, Kinder oder Badende nutze ich für die Formulierung einer allgemeingültigen Aussage. Dabei setze ich auf eine präzise kalkulierte, nicht-naturalistische Komposition und Farbgebung.

In den letzten Jahren konzentriere ich mich intensiv auf die „kleinen Dinge“. Um deren Besonderheit greifbar zu machen, arbeite ich mit reliefartigen Strukturen und vielschichtigen Lasuren auf schwarzem Grund mit weißer Unterzeichnung. Es gibt keinen gestalteten Hintergrund und keine klassische Komposition – im Fokus steht allein das pure Objekt, nicht das „Bild“.


Meine Kunstwerke durchlaufen bei ihrer Kreation einen vielfältigen Entstehungsprozess, indem ich Vorskizzen anfertige oder auch verschiedenste anderweitige Materialien für die Planung heranziehe. Diese Vorarbeit ermöglicht mir den Aufbau eigener Referenzen und die fortführende konstruktive Überarbeutung der (plastischen) Bilder.

Mit meiner Kunst wollte ich ab den 1960ern den Gegenstand wieder ins Bild zurückholen, um genauer auf eine real erlebte Welt reagieren zu können. Dabei ging es mir letztendlich um die Formulierung einer allgemeingültigen Aussage, vorgetragen anhand alltäglich erscheinender Themen wie z. B. Sportler, Kinder oder Badende, interpretiert mit einer genau kalkulierten, nicht naturalistischen Form, Maltechnik, Farbe und Komposition. Ziel war nie das schöne Bild, sondern eine modellhaft zugespitzte Darstellung meiner Sicht der Welt.

Ich beschäftige mich seit einigen Jahren intensiv mit der Betrachtung bzw. Würdigung der „kleinen Dinge“. Um auf die Besonderheit des jeweiligen Gegenstands genauer eingehen zu können, stelle ich die Motive z. T. reliefartig greifbar heraus, setze die Farbe schichtweise und differenziert ein auf schwarzem Grund und weißer Unterzeichnung, häufig als Lasur, benutze unterschiedliche Strukturen und variiere die Techniken, wenn notwendig. Der Hintergrund bleibt unbehandelt, Komposition gibt es nicht, es geht um die Sache, nicht ums „Bild“.

Kunstwerke – von 1962 bis 2020